Aufbau eines POV Scriptes:

Ein POV Skript besteht mindestens aus folgenden Bestandteilen:

- Definition der benötigten Include Files
- ggf. Definition von globalen Variablen
- mind. eine Lichtquelle
- eine Kamera
- mind. ein Objekt
- eine Objektoberfläche (eine Farbe oder ein Bild)

Das erste POV Skript:

Sie können mit einem beliebigen Texteditor Ihre Skripte erstellt. Wenn Sie die POV-Ray für Windows Umgebung verwenden ist stellt sich diese Frage möglicherweise nicht.
Wie hier im Beispiel zu sehen ist wird ein Kommentar mit // eingeleitet.

Beispiel:
#include "colors.inc" bindet den File colors.inc mit in das Script ein (C Programmierer kennen das von den header Files).
Im folgenden Beispiel ist das Licht in der Position x=-2; y=4; z=-4. Da die Kamera auf der Position <0,2,-3> ist, also links oben hinter der Kamera. Der File "colors.inc" ist nicht notwendig! Eine Farbdefinition ist im rgb Format üblich. Als Farbe rot z.B. wird einfach color rgb <1,0,0> angegeben. Weis wäre dann color rgb <1,1,1>.

Eine POV Szene könnte z.B. folgendermaßen aussehen:


#include "colors.inc"                         //vordefinierten Farben

global_settings { ambient_light color White } //Farbe des Umgebungslichtes

object { sphere {                             //eine Kugel
           <0,0,0>,1                          //im Nullpunkt, D=1
           texture { 
              pigment{ color Red }            //Die Oberfläche ist rot
              finish { ambient 0.4 }          //Stärke des Umgebungslichtes=0,4
                   }
                }
       }

camera { location <0,2,-3> look_at <0,0,0> }  //die Kamera

light_source { <-2,4,-4> color White}         //das Licht

Falls Sie nun über die Windows Version von Povray verfügen, so wird folgendes Ergebnis auf Ihrem Bildschirm erscheinen:

Sicher diese POV Szene ist absolut einfach, enthält aber schon zwei erweiterte Funktionen. So wäre es nicht notwendig den Include-File einzubinden. Außerdem ist her schon eine Beleuchtung durch Umgebungslicht definiert. Das ist beides nicht zwingend erforderlich.
Um die Darstellung dieser Kugel zu verfeinern, gibt es noch allerhand Möglichkeiten. So kann ein Glanzeffekt erzeugt werden, eine rauhe Oberfläche simuliert werden, ein Bild auf die Oberfläche projiziert werden, Nebel simuliert werden oder z.B. eine Unschärfe (Fokus) erzeugt werden. Fast alle Möglichkeiten werden in diesem Projekt erläutert.

Wie sollte man sich in POVRAY einarbeiten? Wie geht es am besten weiter?

Am besten spielerisch! Ein guter Weg ist nun zuerst mit den Koordinate Vertraut zu werden. Verändern Sie die Kameraposition, und die Lichtposition. Sehen Sie was passiert wenn die Befehle translate und rotate eingefügt werden. Danach sollten Sie sich erst mit anderen Objekten und deren Handhabung beschäftigen. Spezielle Lichtquellen, Nebel und Unschärfen sollten Sie erst anwenden, wenn Sie etwas weiter sind. Schon alleine wegen der großen Rechenzeiten, bei diesen Feinheiten, ist sonst schnell der Spaß weg.
Vergessen Sie nicht sich das erstellen der speziellen ini-Files anzusehen. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt. Mit Hilfe dieser Files wird es möglich die Berechnungsqualität zu verändern, die Ausgabeformate (z.B. BMP,TGA;...) zu bestimmen und vieles mehr.